Wie kann langzeitarbeitslosen Menschen der Übergang in Arbeit gelingen?

In einem kürzlich erschienenen Kurzbericht informiert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) wie langzeitarbeitslosen Menschen der Übergang in Arbeit gelingt.

Der Bezug von Arbeitslosengeld II ist bei vielen Leistungsberechtigten von langer Dauer. Dies betrifft vor allem einen "harten Kern" der Personen, bei denen vielschichtige Vermittlungshemmnisse vorliegen und der Übergang in Arbeit somit erschwert ist. Doch ein Teil der ALG II-Empfangenden findet nichtsdestotrotz eine Erwerbstätigkeit und kann den Bezug von Leistungen verlassen.

Welche Faktoren begünstigen den Übergang in Arbeit?

Ergebnis der im Rahmen des IAB-Kurzberichts 20/2019 durchgeführten Untersuchung ist, dass der Übergang in Arbeit oftmals in einer Lebensphase gelingt, in der die jeweiligen Personen eine hohe Motivation und viel Selbstvertrauen an den Tag legen, sodass es ihnen möglich ist (wieder) eigeninitiativ an die Arbeitssuche heranzugehen.
Da Bewerbungen langzeitarbeitssuchender Personen außerdem häufig an offensichtlichen Hürden des Lebenslaufs scheitern, klappt das Bewerben eher im Kontext kreativer Arten von Initiativbewerbungen, über persönliche Empfehlungen und über das Einschalten von Netzwerken.

Was empfiehlt das IAB zur Integration Langzeitleistungsbeziehender?

Basierend auf seinen Untersuchungsergebnissen empfiehlt das IAB eine zunehmend individuelle Beratung Langzeitleistungsbeziehender, die ebenfalls jene Stärken der Personen betrachtet, die nicht im Sinne von Abschlüssen offensichtlich zertifiziert sind. Zudem wird eine Festigung der Personen durch die Förderung sozialer Integration und Teilhabe nahegelegt sowie Optionen zum Kennenlernen möglicher Arbeitgeber.

Quelle:
IAB-Kurzbericht 20/2019 "Langzeitleistungsbeziehende im SGB II: Unerwartete Übergänge in bedarfsdeckende Arbeit"

Bildquelle:
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