Weniger Vertrauen in Zugewanderte bedingt längere Arbeitslosigkeit

Eine aktuelle Analyse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung beschäftigt sich mit dem Thema Arbeitsmarktdiskriminierung. Bleiben Zugewanderte, denen in Deutschland weniger Vertrauen geschenkt wird, tatsächlich länger arbeitssuchend?

Aus Umfragen geht hervor, dass die Deutschen Personen aus anderen Ländern unterschiedlich viel Vertrauen entgegenbringen. Wirkt sich dies auch auf den Erfolg der Zuwanderer auf dem deutschen Arbeitsmarkt aus? Ja! Aus Ergebnissen des IAB geht hervor, dass eine positive Einstellung gegenüber Zugewanderten eine kürzere Zeit der Arbeitslosigkeit bedingt. Geringeres Vertrauen wiederum erhöht die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich Migranten vom Arbeitsmarkt zurückziehen und eine inaktive Haltung einnehmen. Jedoch gibt es keinen Zusammenhang, der belegen würde, dass Zuwanderer aufgrund der Einstellung der Deutschen explizit arbeitslos werden oder sich selbst vom Arbeitsmarkt zurückziehen.

Die Einwanderung aus EU-Mitgliedsstaaten ist zwar rückläufig, jedoch steigt die Migration von Menschen aus kulturell ferneren Ländern weltweit an. Dieser Personenkreis hat besonders stark mit Vorurteilen zu kämpfen und wird auf dem hiesigen Arbeitsmarkt zukünftig eine größer werdende Gruppe ausmachen. Diese Entwicklung erfordert Maßnahmen, die Diskriminierung entgegenwirken. Laut IAB ist eine Empfehlung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Personalverantwortliche bezüglich Diversitätsthemen mehr zu sensibilisieren. Eine Idee können anonymisierte Lebensläufe sein, die eine Ungleichbehandlung von Bewerbenden mindern.

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