Welche Kompetenzen werden in Zukunft wichtig – Die Fähigkeiten von morgen

Die Arbeitswelt verändert sich immer schneller: Digitalisierung der Wirtschaft, demographischer Wandel sowie ökologische Transformation sind nur einige der Tendenzen, die sich in den letzten Jahren abzeichnen und die Art und Weise wie wir lernen und arbeiten grundlegend verändern.

Neue Berufe entstehen, andere werden allmählich verschwinden. Was bedeutet das für uns als Arbeitnehmer*innen? Während sich unsere Großeltern ab dem 50. Geburtstag langsam auf die Rente vorbereitet haben, ist es heute auch mit 60 Jahren nicht zu spät, Neues zu lernen. Ob durch Weiterbildungen oder berufliche Umorientierung – lebenslanges Lernen ist ein Aufruf und ein bildungspolitisches Konzept zugleich, welches mindestens seit den 1970ern von der Politik gefördert wird.

Das „Arbeit-von-morgen-Gesetz“, um ein Beispiel zu nennen, ist eine der jüngsten Strategien der Bundesregierung, um Beschäftigung und Sicherheit für alle zu gewährleisten. Das Gesetz zielt darauf ab, die Ausbildungsförderung zu verbessern, Qualifizierung für Beschäftigte stärker zu unterstützen und das Kurzarbeitergeld in Pandemiezeiten zur Brücke im Wandel zu machen. Damit sollen die Menschen für die Zukunft der Arbeit gewappnet werden.

Doch welche Kompetenzen werden in Zukunft noch wichtiger?

Laut dem Hochschul-Bildungs-Report 2020, der vom Stifterverband und der Unternehmensberatung McKinsey&Company erarbeitet wird, werden drei Kategorien von Fähigkeiten für die Arbeitswelt von morgen relevant:

Die Affinität zu digitalen Technologien, eigentlich seit den 2000er-Jahren aktuell, rückt spätestens seit der Pandemie noch mehr in den Fokus. Technologische Fähigkeiten werden als die Kompetenz definiert, die für die Gestaltung von transformativen Technologien notwendig sind – etwa Web- oder Smart-Hardware-Entwicklung oder die Analyse komplexer Daten.

Die zweite Kategorie beinhaltet die sogenannte digitale Bürgerschaft – die Kompetenzen, durch die Menschen in der Lage sind, sich in einer digitalisierten Umwelt zurechtzufinden und aktiv an ihr teilzunehmen. Dazu zählen das digital gestützte Lernen sowie die Fähigkeit zum kollaborativen Arbeiten.

Laut Prognosen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wird bis zum Jahr 2040 das Gesundheits- und Sozialwesen der größte Wirtschaftsbereich in Deutschland sein. Auch wenn technologische Kompetenz gefragt ist, so bleiben hier die klassischen Fähigkeiten: Adaptionsfähigkeit, Kreativität und Durchhaltevermögen, nach wie vor unabdingbar auf dem Arbeitsmarkt. Denn selbst stark digitalisierte Unternehmen werden weiterhin einen hohen Bedarf an empathischen Personen mit hoher sozialer Kompetenz haben.

 

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