Schutz vor Arbeitslosigkeit durch Qualifizierung und Coaching

Gisa

Das Land Berlin will in der andauernden Corona-Krise Beschäftigte vor Arbeitslosigkeit als Folge von Entlassungen schützen. Zu diesem Zweck trat am 1. April die „Verwaltungsvorschrift des Landes Berlin zur Förderung des Beschäftigtentransfers für kleine Unternehmen und für Unternehmen der Sozialwirtschaft“ in Kraft.

Mit der neuen Verwaltungsvorschrift löst die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales ihre im September 2020 im Senatsbeschluss zum „Handlungskonzept zur Abmilderung der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt in Berlin“ gegebene Zusage nach weiterer Förderinstrumenten ein.

Folgende Bedingungen müssen unternehmensseitig erfüllt sein:

  • Die Förderung des Transfer-Kurzarbeitergelds durch die Bundesagentur für Arbeit ist sichergestellt
  • Die finanziellen Mittel in Transfer-Sozialplänen oder in der Insolvenzmasse für ein professionelles Coaching und notwendige Qualifizierungsmaßnahmen während der Zeit der Transfergesellschaft reichen nicht aus
  • Die Förderung ist auf Beschäftigte in Transfergesellschaften mit Hauptwohnsitz in Berlin beschränkt, sofern sie während der Laufzeit des Transfers für Coaching und Vermittlung ohne Einschränkung zur Verfügung stehen. Sofern dies gewährleistet ist, können in Ausnahmefällen maximal 10 Prozent der Beschäftigten einer geförderten Transfergesellschaft ihren Hauptwohnsitz auch außerhalb Berlins haben.

Die Träger der Projekte des Beschäftigtentransfers können die Förderung direkt beim arbeitsmarktpolitischen Dienstleister des Landes Berlin, der zgs consult GmbH, beantragen. Für die Qualifizierungsmaßnahmen, sofern diese nicht von der Bundesagentur für Arbeit finanziert werden können, ist ein Kostenrahmen von maximal 1.000 Euro pro in die Transfergesellschaft eintretenden Beschäftigten vorgesehen. Eine über Coaching und die Qualifizierung hinausgehende Landesförderung ist nicht möglich.

Senatorin Elke Breitenbach stellte hierzu noch fest: „Im Land Berlin sind aber gerade die kleinen Unternehmen derzeit in großen Schwierigkeiten. Für sie verschärft sich der Druck des Strukturwandels durch die andauernde Corona-Pandemie noch einmal sehr. Wir wollen speziell bei diesen Unternehmen vermeiden, dass man dort zwar die Vorgaben der Bundesagentur für Arbeit erfüllt und mit der Gründung einer Transfergesellschaft soziale Verantwortung zeigen will, in den Transfer-Sozialplänen oder in der Insolvenzmasse aber nicht genug Geld für wirkungsvolles Coaching und notwendige Qualifizierung bereitsteht. In diesen Fällen bieten wir Unterstützung an.“

Textquelle:
Qualifizierung und Coaching. Land Berlin schützt Beschäftigte vor Arbeitslosigkeit - Pressemitteilung vom 01.04.2021

Bildquelle:
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