Bildungsurlaub: Wer hat Anspruch? Wer trägt die Kosten?

Laut dem Berliner Bildungsurlaubsgesetz (BiUrlG) vom Oktober 1990 haben Arbeitnehmer (und ihnen gleichgestellte Personen) einen Anspruch auf Freistellung von der Arbeit zum Zwecke der Teilnahme an einer anerkannten Bildungsveranstaltung („Bildungsurlaub“, umgangssprachlich auch „Bildungsfreistellung“ genannt). Als anerkannt gelten Berufliche Bildungsveranstaltungen, die von öffentlichen Schulen, öffentlichen Volkshochschulen, Hochschulen oder anerkannten Privatschulen durchgeführt werden.

Anerkennungsfähig sind außerdem Veranstaltungen, die von Trägern der Jugend- und Erwachsenenbildung durchgeführt werden. Als solche sind insbesondere die anerkannten Jugendgemeinschaften und Jugendorganisationen, die öffentlichen Einrichtungen der Jugendhilfe, die Volkshochschulen sowie Bildungseinrichtungen der demokratischen Parteien, der Arbeitgeberorganisationen, der Kammern und der Gewerkschaften anzusehen.

Der Anspruch auf Bildungsurlaub entsteht erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeits- bzw. Ausbildungsverhältnisses.

Während der maximal 10-tägigen Teilnahme (maximal 10 Tage in zwei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren, für unter 25-jährige 10 Tage pro Jahr) haben die Arbeitnehmer ein Recht auf die Fortzahlung des Arbeitsentgelts und müssen hierfür keinen ihrer privaten Urlaubstage einbringen.

Bildungsurlaub dient einzig und allein der politischen und beruflichen Weiterbildung und muss in keinem Zusammenhang zur ausgeführten beruflichen Tätigkeit stehen, es ist unter bestimmten Umständen sogar möglich diesen Bildungsurlaub im Ausland zu absolvieren – er stellt jedoch keinen Erholungsurlaub dar!

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie auf der Internetseite der Senatsverwaltung, unter: https://www.berlin.de/sen/arbeit/weiterbildung/bildungsurlaub/. Dort finden Sie auch eine Suchfunktion, um nach anerkannten Veranstaltungen zu recherchieren.

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