Queraufsteiger*innen gesucht: Berlin unterstützt Studienabbrecher*innen

 

Der Fachkräftemangel ist bereits für immer mehr Betriebe ein konkretes Problem. Es fehlen aber nicht nur Expertinnen und Experten mit langjähriger Erfahrung, sondern zahlreiche Ausbildungsstellen können ebenfalls nicht besetzt werden. Gleichzeitig brechen Schätzungen zufolge rund ein Drittel aller Bachelor-Studierenden ihr Studium vorzeitig ab.

Um jungen Menschen in dieser Situation gezielter Informationen zu beruflichen Alternativen zukommen zu lassen sowie Angebote zur Beratung zu machen, haben die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen das „Beratungsnetzwerk Queraufstieg“ gestartet.

Arbeitssenatorin Elke Breitenbach stellt hier zu fest: „Seit Jahren zeichnet sich ein Fachkräftemangel in Berlin ab. Jedes Jahr finden zahlreiche Jugendliche keinen Ausbildungsplatz. Dabei bietet gerade der Berliner Arbeits- und Ausbildungsmarkt mit seinen vielen klein- und mittelständischen Unternehmen interessante Ausbildungsstellen, die oft unbesetzt bleiben. Studienabbrecherinnen und -abbrecher mit ihren Kompetenzen und Erfahrungen können die Nachwuchskräfte von morgen sein. Daher arbeiten wir eng mit unseren Partnern daran, diese jungen Menschen mit Informationen und individueller sowie professioneller Beratung in dieser Phase des Übergangs zu begleiten. Wir möchten zeigen, dass eine betriebliche Ausbildung der Startschuss für eine aussichtsreiche Karriere und Zukunft sein kann.“

Das zunächst auf drei Jahre laufende Projekt „Beratungsnetzwerk Queraufstieg – berät zum Thema Studienabbruch in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen“ und unterhält mehrere Angebote: Mit dem neuen Webportal www.queraufstieg.de sollen Beratungsangebote bekannter werden. Interessierte erhalten dort Informationen zur dualen Berufsausbildung und Hinweise unter welchen Voraussetzungen Studienleistungen angerechnet werden können. Zusätzlich wird sich das aus dem Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) und der MA&T GmbH bestehende Projektkonsortium für die bessere Vernetzung der Akteur*innen innerhalb der Beratungslandschaft – dazu zählen auch Hochschulen, Kammern und Betriebe – einsetzen. Die Projektkoordinatorin Sabrina Anastasio, vom f-bb: „Wir möchten dazu beitragen, den Studienabbruch zu entstigmatisieren. Die im Studium erworbenen Kompetenzen und Erfahrungen dienen oft als Grundlage für einen neu eingeschlagenen Berufs- und Karriereweg.“

Das Projekt wird seit dem 1. Januar 2021 im Rahmen der Initiative Bildungsketten aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung des SenIAS vom 27.Mai 2021

 

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