Digitale Transformation: Gibt es "Gute Arbeit" in der Plattformökonomie?

Am 21.10.2020 fand, organisiert von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, die Konferenz „Plattformökonomie – Gute Arbeit in Zeiten digitaler Transformation“ statt. Zu Gast waren unter anderem die Berliner Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach, Plattformbetreiber*innen, sowie Vertreter*innen aus Gewerkschaften, wissenschaftlichen Institutionen und dem europäischen Parlament.

Der Regierende Berliner Bürgermeister Michael Müller eröffnete die Konferenz mit Grußworten und Denkanstößen, die dann ausführlich während der Konferenz aufgegriffen und diskutiert wurden: Wie können wir online arbeiten und dabei das Arbeitnehmerrecht wahren? Wie lassen sich die Grundsätze der „Guten Arbeit“ in der Plattformökonomie durchsetzen? Wie können internationale rechtliche Rahmenbedingungen für das Arbeiten auf und über Dienstleistungsplattformen geschaffen werden, ohne dass die Flexibilität der User*innen eingeschränkt wird?

Online-Plattformen – die digitalen Marktplätze unserer heutigen Zeit – gewinnen immer mehr Bedeutung als Arbeitgeber. Bei einer Studie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gaben 2018 circa fünf Prozent der deutschen Erwachsenen an, auf einer solchen Dienstleistungsplattform zu arbeiten - Tendenz steigend. Doch was für eine Rolle nehmen diese Plattformen dann ein? Fungieren sie lediglich als Vermittler zwischen Arbeitnehmer*innen und Arbeitgeber*innen oder stehen sie in der Verantwortung, die Arbeitskräfte zu versichern und auch anzustellen?

Um Nutzer*innen eine Übersicht zu geben, welche Plattformen userfreundlich sind, hat die Gewerkschaft IG Metall in Zusammenarbeit mit österreichischen und niederländischen Partnern die Webseite faircrowd.work ins Leben gerufen, die Dienstleistungsplattformen als Arbeitgeber nach verschiedenen Kriterien bewertet.

Die Konferenz stand im Zeichen der Digitalisierung der Arbeitswelt. Aufgrund der aktuellen Covid19-Hygienevorschriften und Vorsichtsmaßnahmen beteiligten sich viele der Panelgäste via Videocall an der Diskussion. Für Zuschauer*innen stand ein Livestream zur Verfügung, inklusive Chatbetreuung und regelmäßigen Meinungsumfragen.

Bildquelle: würfel cube info 3D © moonrun – fotolia.com

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