Mut zur Lücke: So beschreiben Sie Lücken im Lebenslauf

Lücken im Lebenslauf können viele Hintergründe haben. Für geschulte Augen sind diese besonders interessant und laden zu Nachfragen im Vorstellungsgespräch ein. Umso wichtiger ist es, diese Lücken entweder – sinnvoll – zu schließen oder überzeugend zu erklären.

Sollten Sie zu diesem Thema unsicher sein und eine individuelle kostenfreie Beratung benötigen, sind wir an unseren drei Standorten in Charlottenburg-Wilmersdorf, Mitte und Neukölln gerne für Sie da.

Wann spricht man von einer „Lücke im Lebenslauf“?

Die Faustregel für die meisten Personalabteilungen ist, dass alles, was über den Zeitraum von zwei Monaten hinausgeht und nicht erklärt wird, als Lücke im Lebenslauf gilt. Doch keine Sorge, solche Lücken sind nur selten ein Ausschlusskriterium – wenn sie gut begründet werden. Wie so oft gilt hier: Lügen haben kurze Beine. Falschangaben im Lebenslauf können auch nachträglich zur fristlosen Kündigung führen.

Berufseinsteiger*innen haben meist eine verlängerte „Schonfrist“ in den Augen vieler Personaler – da ist eine Lücke von bis zu sechs Monaten auch noch im Rahmen und muss Sie nicht unter Druck setzen.

Manche Lücken schafft man sich ganz unbewusst selbst. Beispielsweise, wenn man im Lebenslauf Qualifikationen anführt, ohne aber diese zeitlich einzuordnen oder lediglich das Jahr zu nennen: Die gängige Angabe in Lebensläufen lautet MM/JJJJ – MM/JJJJ. Darauf gilt es bei der Erstellung von Lebensläufen besonders zu achten.

Wie fülle ich meine Lücke im Lebenslauf?

Sollten Sie Lücken oder Brüche in ihrem Lebenslauf haben, gehen Sie noch einmal in sich und rufen Sie sich in Erinnerung, wie Sie die Zeit der vermeintlichen Lücke verbracht haben. Wichtig ist es deutlich zu machen, dass man nicht untätig war und dass man sich um Alternativen - wie beispielsweise ein Praktikum - bemüht hat. Gewisse Leerzeiten sollten sinnvoll genutzt werden, wie durch ein Ehrenamt oder Weiterbildungen.

Generell gilt: Seien Sie so präzise wie möglich. Schreiben Sie zum Beispiel nicht „Auszeit aus privaten Gründen“, sondern „Pflege von erkrankten Angehörigen“. Ersparen Sie den Lesenden Floskeln und unnötig geschönte Wahrheiten. Ein längerer Backpacking-Trip in Neuseeland muss nicht immer gleich eine „Interkulturelle Bildungsreise“ sein – das wissen auch Arbeitgeber*innen.

Lücke im Lebenslauf: Beispiele bei Kündigung, Berufseinstieg und Co.

Auch ein Studienwechsel oder anhaltende Arbeitslosigkeit aufgrund der Pandemie können als Lücken - die aber gar keine wirklichen sind - beschrieben werden und führen meist zu Verständnis. Geben Sie in dem Fall einer von Ihnen unverschuldeten Kündigung direkt den Grund mit an

Beispiel: Schreiben Sie „Berufliche Neuorientierung, Weiterbildung in…“

Vielleicht haben Sie sich aber auch einem Musikinstrument erstmals oder wieder intensiver gewidmet, haben sich durch Lesen weitergebildet, waren auf einer Sprachreise oder haben sich einfach einmal ausreichend Zeit für sich oder die Familie genommen. Beim Umgang mit Lücken ist vor allem Ehrlichkeit und ein klein wenig Vorbereitung gefragt.

Beispiel: Sollten Sie längere Zeit krank gewesen sein, schreiben Sie „Auszeit aus gesundheitlichen Gründen, inzwischen wieder vollständig Genesen“

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