Kann ich trotz Leistungsbezug von SGB II/III in den Urlaub fahren?

Der Sommer dauert noch eine Weile an, die Urlaubs- und Ferienzeit ist noch lange nicht vorbei. Die „Atmenpause“ ist auch auf dem Personalmarkt zu spüren, so dass sich die Frage stellt, ob es auch möglich ist, als Arbeitssuchender mit Leistungsbezug ein paar Tage frei zu nehmen und ggf. zu verreisen. Doch ist dies eigentlich gesetzlich erlaubt?

Die gute Antwort vorab lautet: Ja!

Grundsätzlich können Erwerbslose sogar sechs Wochen im Jahr Urlaub nehmen, wobei sie in dieser Zeit 21 Tage finanziell unterstützt werden. Ab dem 22. Tag Ortsabwesenheit kann es sein, dass Leistungen gekürzt werden.

Ganz wichtig: Ortsabwesenheit muss immer angemeldet werden

Wer länger als drei Wochen Urlaub am Stück macht, bekommt nur Geld für drei Wochen ausgezahlt - eine vierte Urlaubswoche wird nicht unterstützt. Man sollte daher also unbedingt darauf achten, dass man wirklich höchstens 21 Tage am Stück weg ist. Wer länger als sechs Wochen am Stück Urlaub macht, bekommt sogar schon in den ersten drei Wochen, die im Normalfall unterstützt werden, kein Geld.

Wichtig ist auch zu wissen, dass diese allgemeine Urlaubsregelung nicht bedeutet, dass die Ortsabwesenheit für den geplanten Zeitraum auch garantiert vom Sachbearbeiter bestätigt wird. „Hartz-IV“-Empfängern steht letztendlich kein rechtssicherer Anspruch zu.

Weitere Informationen zu den gesetzlichen Meldepflichten und Regelungen für Beziehende des Arbeitslosengeldes II oder III finden Sie hier.

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