Hartz IV wird zu Bürgergeld: Das ändert sich

Olaf Scholz wurde heute zum neuen Bundeskanzler ernannt. Mit der neuen Regierung wird es Erhöhungen für Hartz-IV-Empfänger*innen geben. Auch der Mindestlohn steigt.

Alle fünf Jahre wird der Anspruch von Arbeitslosen durch das sogenannte Regelbedarfs-Ermittlungsgesetz bestimmt. Darin werden die Inflationsrate, aktuelle Ereignisse und die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten berücksichtigt. Seit Januar 2021 bekommt ein alleinstehender Erwachsener monatlich 446 Euro Hartz IV.

Ab 2022 sollen mit dem neuen Bürgergeld die teilweise sehr harten Sanktionen gegen mitwirkungsunwillige Arbeitslose wegfallen, Prüfungen von Vermögen gelockert und der Regelsatz langfristig angehoben werden. Ziel soll es sein, das Sozialhilfesystem in Deutschland zunehmend menschlicher zu gestaltet.

Wer auf Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II angewiesen ist, bekommt ab Januar 2022 um 3 Euro mehr, was einer Erhöhung um 0,76 Prozent entspricht. Auch die Beträge für Partner in der Bedarfsgemeinschaft steigen, von 401 Euro auf 404 Euro.

Die Kinder-Regelsätze steigen ebenfalls. Dabei profitieren Kinder im Alter von 14 bis 17 Jahren am meisten, hier steigt der Satz von 373 € auf 376 €. Bei Kindern zwischen 6 und 13 Jahren steigt der Regelsatz von 309 € auf 311 € und bei Kindern bis fünf Jahren erhöhen sich die monatlichen Leistungen ab dem 01.01.2021 von 283 € auf 285 €. (bundesregierung.de)

Genaue Infos zum neuen Bürgergeld erhalten Sie zum Beispiel hier:

Übrigens: Mit der neuen Ampelkoalition soll auch der Mindestlohn auf 12€ pro Stunde angehoben werden. Welche Neuerungen noch zu erwarten sind, können Sie zum Beispiel hier nachlesen.

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