Girls'Day: klischeefreie Berufs- und Studienorientierung

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie Verbände aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft rufen gemeinsam zum nächsten Girls'Day – am 26.03.2020 auf.

Mädchen und junge Frauen entscheiden sich nach wie vor oft für sogenannte typisch weibliche Berufsfelder. Dabei gibt es entgegen hartnäckiger Annahmen wissenschaftlich keine Belege, dass Frauen und Männer von Natur aus verschiedene berufliche Begabungen und Interessen haben. Belegt ist jedoch, dass Sozialisations- und Bildungsprozesse geschlechtsbezogen ausgeprägt sind. Und dies gilt auch für die Berufsorientierung. So werden bei der Darstellung von Berufen immer noch festgefahrenen Bilder transportiert, was „weiblich“ und was „männlich“ ist. Damit kommen überholte Vorstellungen der Potenziale von Frauen weiterhin zum Tragen und engen deren Berufschancen ein.

Vielfalt der Möglichkeiten sichtbar machen
Ziel des Girls` Day ist es, Mädchen stärker für Berufsfelder zu begeistern, die von traditionell weiblichen Berufsbildern abweichen und mehr Zukunftschancen bieten. Schülerinnen der Klassen 5 bis 10 gewinnen Einblicke in technische und handwerkliche Berufe, in die IT-Branche oder den Bereich Industrie. Zudem bietet der Aktionstag die Chance, sich mit den Themen Einkommen und Karriere zu beschäftigen, Frauen in Führungspositionen hautnah kennenzulernen und sich intensiver mit eigenen Berufsvorstellungen auseinander zu setzen. Der Praxistag erweitert für Mädchen die Optionen ihrer beruflichen Zukunft.

Alle profitieren
Unternehmen profitieren nachhaltig davon, den Aktionstag anzubieten: Das Interesse der Schülerinnen, sich nach dem Girls'Day um ein Praktikum oder einen Ausbildungsplatz zu bewerben, ist groß. Das belegt die aktuelle Girls'Day Evaluation: 38 Prozent der Unternehmen, die sich mehrfach am Girls'Day beteiligen, bekommen Bewerbungen von ehemaligen Teilnehmerinnen – die Quote derer, die so eine Anstellung bekommen, liegt bei beeindruckenden 72 Prozent. "Die Aktionstage sind ein erfolgsversprechendes Instrument zur Nachwuchssicherung", sagt Elisabeth Schöppner, Leiterin der Bundeskoordinierungsstelle Girls'Day – Mädchen-Zukunftstag: "In Zeiten des Fachkräftemangels sind die Potenziale aller Menschen bei Unternehmen und Institutionen gefragt."

Wie teilnehmen?
Die Online-Plattform für Angebote der Unternehmen und Einrichtungen ist freigeschaltet. Wer 2020 teilnehmen und Mädchen eine Chance zum Mitmachen bieten möchte, kann sein Angebot hier online eintragen: www.girls-day.de/radar

Bildquelle: www.girls-day.de

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