Arbeitssenatorin stellt Beschäftigtenbefragung "Gute Arbeit in Berlin" vor

Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Frau Elke Breitenbach stellt Ergebnisse der Beschäftigtenbefragung vor. Trotz Beschäftigungszuwachs und Aufschwung in Berlin sind nicht alle neu entstandenen Beschäftigungsverhältnisse qualitativ gut. So kam die Frage nach der „Gute(n) Arbeit in Berlin“ auf.

 

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales hat im Rahmen des „DGB-Index Gute Arbeit“ eine Befragung der Berliner Beschäftigten initiiert. Die Ergebnisse der umfangreichen Studie sollen zeigen, was die Arbeitnehmer*innen in Berlin belastet, wie die vorhandenen Potenziale genutzt werden, wie sie ihr Einkommen und ihre Beschäftigungssicherheit beurteilen und zu guter Letzt, ob sie als „gut“ einstufen.

Arbeitssenatorin Elke Breitenbach: „Ein zentrales Anliegen des Senats ist es, die Weichen für ‚Gute Arbeit‘ zu stellen. Auf Basis der Befragung der Beschäftigten, also den Expertinnen und Experten in Sachen Arbeitsbedingungen, können wir nun noch besser feststellen, wo Handlungsbedarf besteht. Ganz oben auf der Agenda steht das Problem Hetze und Zeitdruck bei der Arbeit für die Beschäftigten. Hier ist mehr Arbeits- und Gesundheitsschutz in den Betrieben erforderlich. An guter Arbeit hängt nicht nur die Gesundheit der Beschäftigten. Gute Arbeit trägt auch zur Fachkräftesicherung bei und sie macht unsere Stadt lebenswerter. Gesunde und gute Arbeitsbedingungen sind damit Zukunftsinvestitionen, von denen alle profitieren – die Beschäftigten, die Betriebe, die Stadtgesellschaft insgesamt. Die im Bericht festgestellten Probleme müssen darum von allen Arbeitsmarktakteuren ernst genommen werden. Darüber werden wir im Dialog bleiben.

Zu guter Arbeit gehört auch eine faire und auskömmliche Bezahlung. Wenn aber über 40 Prozent der Berliner Beschäftigten sagen, dass ihr Einkommen gar nicht oder gerade mal so ausreicht, dann ist das ein Signal an die die Arbeitgeber und Tarifpartner. Der Senat will mit der geplanten Erhöhung des Landesmindestlohns mit gutem Beispiel vorangehen. Die angestrebte Reform des Vergaberechts soll zudem das Prinzip ‚öffentliches Geld nur für gute Arbeit‘ stärken.“

Ausgewählte Einzelergebnisse:

Belastungen
Ein wichtiger Faktor zur Einschätzung von guter Arbeit ist das Thema Stress. 55 % der Berlinerinnen und Berliner fühlen sich bei ihrer Arbeit unter Zeitdruck gesetzt. Dies ist ein Marker für die gesteigerte Arbeitsintensität und -verdichtung.

Ressourcen
Die Ressourcen "Aufstiegschancen" und "Einfluss auf die Arbeitsmenge" fehlen vielen Berliner*innen. Etwa ein Drittel der Befragten gaben an wenige Aufstiegschancen zu haben sowie wenig Mitbestimmung auf die Menge der zu erledigenden Arbeit.

 

Den kompletten Bericht mit allen Ergebnissen finden Sie hier.

Den Link zur Pressemitteilung des Senats für Integration, Arbeit und Soiales finden Sie hier.

 

Bildquelle:
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