Der Lebenslauf

Der Lebenslauf dient dazu, berufliche Stationen, den Bildungsweg und sonstige relevante Informationen klar, übersichtlich und nachvollziehbar darzustellen. Streng genommen bestehen keine einheitlichen oder bindenden formalen Regeln zur Gestaltung des Lebenslaufes.

Inhalt

Gehaltvoll, auf den Punkt gebracht und konkret sollte der Text sein. Ihr Lebenslauf erzählt Ihre Geschichte – wer sind Sie als Fachperson, was bringen Sie an Fähigkeiten und Qualifikationen mit, wo wollen Sie hin?

Entwerfen Sie am besten einen Basis-Lebenslauf mit all Ihren Kompetenzen, beruflichen Stationen und (Weiter-)Bildungen, die Sie absolviert haben. Passen Sie das Dokument jedes Mal an, wenn Sie sich neu bewerben. Somit können Sie den Fokus auf die Qualifikationen lenken, die für die gewünschte Stelle gefragt sind.

Lücken im Lebenslauf werfen Fragen auf. Trotz beruflicher Pause enthält Ihre Biographie die Antworten – bewerten Sie diese Lebensstationen und ergänzen Sie die lückenhaften Stellen entsprechend.

Auch wenn es verlockend ist, den Lebenslauf „aufzuhübschen“ – tun Sie es lieber nicht. Übertreiben Sie nicht und machen Sie keine unwahren Angaben. Überlegen Sie stattdessen, was Sie aus einer bestimmten beruflichen oder privaten Situation gelernt haben und wie Sie dies im Lebenslauf festhalten, ohne hochzustapeln.

Ihr Lebenslauf ist inhaltlich überzeugend, wenn Sie:

  • keine Fragen offenlassen.
  • all die wichtigen Stationen, die für die angestrebte Stelle relevant sind, aufführen.
  • Ihren Lebenslauf bei jeder neuen Bewerbung angepasst haben. Lassen Sie sich dafür durch die Sprache der Stellenausschreibung inspirieren. Benutzen Sie Stichworte.
  • keine Sätze formulieren, sondern mit Stichpunkten arbeiten.
  • Ihre IT-Kenntnisse auflisten.
  • Fremdsprachen auflisten und dabei Ihr Sprachniveau realistisch darstellen.
  • Ihren vorhandenen Führerschein erwähnen.
  • vorhandene relevante Publikationen, Blogs, Vlogs, Websites, Portfolio, LinkedIn-Profil, Twitter-Account verlinken.
  • ehrenamtliche Tätigkeiten erwähnen.
  • weitere (relevante) Superkräfte festhalten.

Formale Gestaltung

Ihr Lebenslauf ist gut gestaltet, wenn:

  • Ihre Kontaktdaten schnell zu finden sind.
  • die Lebensstationen gut gegliedert sind.
  • auf den ersten Blick klar ist wann und wo Sie Berufserfahrungen gesammelt haben.
  • Sie Ihre beruflichen Stationen kurz beschrieben haben.
  • Sie sich einheitlich ausdrücken.
  • die Formatierung einheitlich ist:
    • einheitliche Schriftgröße (optimal 11, maximal 12)
    • nur eine Schriftart (die gleiche wie im Anschreiben)
    • gleiche Zeilenabstände
    • einheitliche Zeitangaben, z. B.: 07.2010 – 12.2019 oder 07/2010 – 12/2019
  • das Datum ganz unten im Lebenslauf aktuell ist.
  • Sie ggf. ein gutes Bewerbungsfoto hinzugefügt haben.
  • optional: mit Unterschrift. Das wirkt persönlicher, wir raten aus datenschutzrechtlichen Gründen allerdings davon ab.

 

Checkliste Gliederung

Bei einem tabellarischen Lebenslauf fangen Sie am besten mit der aktuellsten Tätigkeit an und arbeiten rückwärts-chronologisch. Das heißt die aktuellste Station steht ganz oben und Sie gehen zurück in die Vergangenheit. Nutzen Sie Rubriken, um die Inhalte übersichtlich zu strukturieren.

  • ganz oben listen Sie Ihre persönlichen Daten auf:
    • Name
    • Anschrift, Telefon, E-Mail-Adresse
    • Geburtsdatum und -ort dürften bei einer Bewerbung und Anstellung keine Rolle spielen – und müssen daher nicht angegeben werden
    • Familienstand und Elternschaft müssen im Lebenslauf ebenfalls nicht angegeben werden
    • Staatsangehörigkeit muss nicht, kann aber angegeben werden. Alternativ können Sie auf eine vorhandene Arbeitserlaubnis hinweisen

  • Praxiserfahrung (auch u.a.: „Berufserfahrung“, „Beruflicher Werdegang“)
    • Tätigkeitsbezeichnung, Arbeitgeber, Ort
    • Schwerpunkte der Tätigkeit (gern als Aufzählung)
    • benennen Sie Zuständigkeiten, Aufgaben, Erfolge, erworbene Kenntnisse
    • Praktika gehören auch dazu

  • Ausbildung | Aus- und Weiterbildung | Bildungsweg
    • erlangter Abschluss
    • Bildungseinrichtung
    • Schwerpunkte
    • durchgeführte Projekte
    • Abschlussarbeit
    • die Durchschnittsnote

  • Zusatzqualifikationen | weitere Qualifikationen
    • berufliche Fortbildungen
    • Weiterbildungen
    • Seminare

  • Sonstiges | weitere Kenntnisse |
    • Sprach- und IT-Kenntnisse
    • ehrenamtliches Engagement
    • Führerschein
    • Stipendien und Auszeichnungen
    • Publikationen
Checkliste Bewerbungsfoto
  • Recherchieren Sie gründlich, ob Sie ein Bewerbungsfoto dem Lebenslauf hinzufügen sollten. Auch wenn es in Deutschland üblich ist, so ist laut Antidiskriminierungsgesetz kein Bewerbungsfoto notwendig.
  • Bei manchen Organisationen kommt ein Bewerbungsfoto nicht gut an, im englischsprachigen Raum ist ein Bild im Lebenslauf längst überholt.
  • Nehmen Sie nicht das biometrische Passfoto, lassen Sie ein professionelles Bewerbungsfoto machen.
  • Ziehen Sie sich branchenüblich an.
  • Auf dem Bild sollten Sie entweder frontal oder im Halbprofil zu sehen sein.
  • Versuchen Sie natürlich zu wirken, dabei können Sie lächeln, oder ernst schauen – ein Lächeln wirkt meist jedoch sympathischer.
Checkliste Sprachkenntnisse
Deutsch Muttersprache
Englisch zweite Muttersprache
Französisch Verhandlungssicher | C2
Paschtu sehr gute Kenntnisse in Wort und Schrift | C1
Ibo gute Kenntnisse in Wort und Schrift | B1 / B2
Bulgarisch Grundkenntnisse | A1 / A2
Checkliste IT-Kenntnisse
  • Auch wenn selbstverständlich, listen Sie all Ihre Fähigkeiten konkret auf, inkl. Programme und Plattformen. Bündeln Sie:
    • Textverarbeitung
    • Layout
    • Bildbearbeitung
    • Betriebssysteme
    • Programmiersprachen, Datenbanken
    • CMS, z. B.: TYPO3, WordPress
    • Webdesign
    • Suchmaschinenoptimierung
    • Social Media, z. B.: Twitter, Instagram, Facebook, LinkedIn
  • Stufen Sie ihre Kenntnisse ab: Grundkenntnisse | fortgeschrittene Kenntnisse | sehr gute / Experten- / Hervorragende Kenntnisse.
  • Verlinken Sie Ihren Twitter-Account, Blog oder Ihre Website.

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