Pressemitteilungen des Landes Berlin: Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter

Die Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter, dass gab der Landespressedienst am 28.07.2016 auf deren Website bekannt. Dort heißt es: Obwohl mit Beginn der Sommerpause ein Anstieg zu erwarten gewesen wäre, ist die Arbeitslosigkeit in Berlin im Juli leicht gesunken. Im ablaufenden Monat waren in Berlin insgesamt 176.762 Arbeitslose gemeldet, 72 weniger als im Vormonat und 18.870 weniger als im Juli 2015. Die Arbeitslosenquote betrug wie im Juni 9,5 Prozent und liegt um 1,2 Prozentpunkte unter dem Stand des Vorjahres. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten wuchs im Mai 2016 um 57.400 gegenüber dem Vorjahr. Das entspricht einer Steigerung von 4,4% und liegt um 2,1 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt. 

Die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen stieg dagegen saisonbedingt an - unter anderem weil noch nicht alle Schulabgängerinnen und Schulabgänger, die im Herbst eine Ausbildung beginnen wollen, einen Platz gefunden haben. 14.003 Jugendliche waren arbeitslos gemeldet. Das sind 767 (5,8 Prozent) mehr als im Juni, aber 1.618 (10,4 Prozent) weniger als im Juli 2015. Im Juli waren noch 8.238 Schulabgängerinnen und –abgänger ohne Ausbildungsplatz bei den Arbeitsagenturen gemeldet. 6.548 freie Ausbildungsstellen in Berlin sind noch nicht besetzt.

Arbeitssenatorin Dilek Kolat appelliert an die Berliner Betriebe, mehr und attraktivere Ausbildungsplätze zu schaffen: „Die Berliner Wirtschaft boomt, es gibt immer mehr Unternehmensgründungen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten stieg in einem Jahr um fast 60.000. Jedoch steigt die Zahl der Ausbildungsplätze nicht im gleichen Maße. Berliner Unternehmen klagen über Fachkräftemangel, aber sie bilden zu wenig aus. Sie sollten im wohlverstandenen Eigeninteresse mehr und attraktivere Ausbildungsplätze anbieten.“

Die Ausbildungsquote, also der Anteil der Auszubildenden an der Gesamtzahl der Beschäftigten, sinkt schon seit einigen Jahren. Senatorin Kolat: „Angesichts der demografischen Entwicklung müsste sie steigen, um den Fachkräftebedarf zu decken.“ Kolat sagt gleichzeitig der Wirtschaft ihre Unterstützung zu: „Das Land Berlin fördert kleinere Betriebe, die im Verbund mit anderen Betrieben ausbilden. Wir unternehmen große Anstrengungen, um Jugendliche für eine Berufsausbildung zu interessieren und sie ausbildungsfähig zu machen. Im laufenden Haushaltsjahr haben wir für die Förderung der Berufsbildung insgesamt mehr als 24 Millionen Euro vorgesehen. Dazu kommt noch die neue Jugendberufsagentur, die bis Ende dieses Jahres in allen 12 Berliner Bezirken vertreten sein wird. Das ist eine große Chance, Jugendliche zu rekrutieren, die die Berliner Betriebe nutzen sollten.“

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