Fazit des Austaschabends: Interkulturelle Teams sind eine Bereicherung.

Am vergangenen Mittwoch hat der JOB POINT Neukölln gemeinsam mit dem VIDA-Netzwerk für Migration und Integration einen Input- und Austauschabend für Unternehmen zum Thema „Interkulturelle Teams: Potenziale, Wertschöpfung und Herausforderungen“ veranstaltet. Die Verantwortlichen für das VIDA-Netzwerk Marcia Siedenberg und Amir Abdel Rahim moderierten durch den Abend, der neben der theoretischen Wissensvermittlung auch viel Raum für den Austausch lies. Insgesamt nahmen mehr als zehn lokale Unternehmen teil, darunter Next Horizon, Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG sowie die Veedu GmbH. Gastgeber des Abends war der JOB POINT Neukölln.

Ziel des Input- und Austauschabends war es unter anderem, das kulturelle Wertesystem und die eigene Prägung besser zu verstehen sowie kulturelle Konfliktpotentiale am Arbeitsplatz besser zu erkennen.  Nach der öffentlichen Begrüßung durch die Projektleitung des JOB POINT Neukölln, Anne Doebel, gab es zum Einstieg und zum gegenseitigen Kennenlernen ein Begrüßungsspiel, bei dem die Teilnehmer unterschiedliche Formen des Begrüßens ausprobierten. Im Anschluss fand ein Austausch zu den unterschiedlichen Wahrnehmungen und Reaktionen der Anwesenden statt.  

Referentin Marcia Siedenberg, die selber einen Migrationshintergrund hat, macht klar: „Einstellung und Qualifizierung von Mitarbeitern stellen für Unternehmen eine Investition dar, die es zu sichern gilt“. Globalisierung und die Erschließung neuer Zielgruppen sind reale Bedingungsfaktoren im marktwirtschaftlichen Wettbewerb geworden. Migranten können neben ihrer beruflichen Qualifikation aufgrund ihrer kulturellen Mehrerfahrung für ihre Arbeitgeber eine wertvolle Unterstützung sein. Gleichzeitig sorgt die interkulturelle Begegnung am Arbeitsplatz aber auch für besondere Herausforderungen. „Kultur hat man, die bleibt“, betont Referent Rahim. Dafür sollte ein gegenseitiges Verständnis im Team und zwischen Führungskraft und Mitarbeiter entwickelt werden.

Im Rahmen des JOB POINT-Infoabends sind die Teilnehmenden dafür sensibilisiert worden, wie Führungskräfte und Mitarbeiter mit bzw. ohne Migrationserfahrung im bilateralen Prozess ihre Potenziale nachhaltiger heben können. Sie erhielten Einblick, wie sich ein interkulturell geprägtes, produktives und für alle Seiten bereicherndes Betriebsklima entfalten kann, aber auch, welche Fallstricke hier lauern können. 

Insgesamt bewerteten 94% der anwesenden Unternehmen die Veranstaltung als positiv. „Es freut uns sehr, dass die Veranstaltung auf so viel Zustimmung gestoßen ist. Es ist ein wichtiges Thema, welches auch in der täglichen Arbeit des JOB POINT eine wichtige Rolle spielt. Insbesondere bei der Vermittlung von geflüchteten Menschen in den ersten Arbeitsmarkt“, sagt Projektleitung Anne Doebel. In Zukunft sind im JOB POINT Neukölln weitere Veranstaltungen für Arbeitgeber geplant.

Als Job Point Neukölln Team bedanken wir uns bei Frau Siedenberg und  Herrn Rahim für den gelungenen Abend.

    Marcia Siedenberg

Marcia Siedenberg ist Diplom-Sozialpädagogin (FH), ausgebildete Trainerin & Coach für Interkulturelle Kompetenz (artop - Institut an der Humboldt-Universität zu Berlin) und Interkulturelle Organisationsberaterin. Sie arbeitete mehrere Jahre in der sozialpädagogischen Jugendhilfe, u.a.in der Interkulturellen Beratung. Marcia Siedenberg  ist in Rio de Janeiro, Brasilien, geboren und aufgewachsen. Sie lebt seit 2001 in Deutschland, wo sie den Integrationsprozess selbst erfahren hat. Marcia Siedenberg ist Gründerin und Geschäftsführerin von VIDA Netzwerk für Migration und Integration.


    Amir Abdel Rahim

Amir Abdel Rahim ist Markenexperte und ausgebildeter Trainer & Coach für Interkulturelle Kompetenz (artop – Institut an der Humboldt-Universität zu Berlin) und Interkultureller Organisationsberater. In seiner langjährigen Tätigkeit als Coach und Projektentwickler ist er eng mit Geschäfts-, Organisations- und Teamentwicklungsprozessen in Unternehmen vertraut. Amir Abdel Rahim ist geboren und aufgewachsen in Berlin und geprägt von seinem deutsch-arabischen Hintergrund. Er ist Gründer und Geschäftsführer von VIDA Netzwerk für Migration und Integration

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