Lebenslauf

Allgemein

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass erfolgreiche Bewerbungsunterlagen - damit auch der Lebenslauf - fehlerfrei und in ansprechender sowie übersichtlicher Form gestaltet sein sollten und insbesondere alle Argumente liefern, die belegen, warum man für eine bestimmte Stelle geeignet ist. Das heißt im Grundsatz:

  • Lückenlose Darstellung
  • Alle Stationen des Lebens benennen, die für die Tätigkeit als … hilfreich sind
  • Optisch übersichtliche Gliederung, auf Einheitlichkeit achten
  • Für die Bewerbung wichtige und/oder aktuelle Stationen detaillierter beschreiben
  • Das Wichtigste nach Möglichkeit zuerst nennen

Formaler Rahmen

  • Die grafische Gestaltung sowie der inhaltliche Aufbau sind frei, ein guter Überblick über die relevantesten Informationen sollte gewährleistet sein
  • Berufliche Fortbildungen, Weiterbildungen, Seminare folgen in der Regel nach dem beruflichen Werdegang, ebenso wie besondere Kenntnisse, Schulbildung und Interessen
  • Chronologischer Aufbau bevorzugt (empfehlenswert ist es, jeweils mit der aktuellsten Station zu beginnen)
  • Eine bis maximal drei Seiten, empfehlenswert sind zwei Seiten
  • Auf Einheitlichkeit achten (Zeitangaben, Abstände, Aufbau & Form, etc.)
  • Nur eine Schriftart verwenden, Standardgröße wie im Anschreiben
  • Auf optische Spielereien möglichst verzichten (ausgenommen Bewerbungen auf Kreativberufe)

Inhaltliche Überlegungen

  • Ein inhaltlich gelungener Lebenslauf enthält alle wichtigen Sachargumente (Beruf, Schule, Weiterbildung, Kenntnisse, etc.) ihres bisherigen Lebens
  • Die Sachargumente haben einen Bezug zur jeweiligen Stelle, d.h. Schwerpunkte setzen, nicht wahllos alles genau beschreiben
  • Alle Daten sind aktuell
  • Keine Lücken
  • Etwas beschönigen ist möglich im Sinne von optimiert darstellen, Lügen auf gar keinen Fall (d.h. ihre Kenntnisse können Sie auch wirklich, ihre beruflichen Erfahrungen haben Sie tatsächlich gemacht)
Vorschlag des Aufbaus

Kopfteil: Persönliche Daten
Hauptteil: Berufserfahrung, Schul- und Berufsausbildung, Praktika, Weiterbildung
Schlussteil: Kenntnisse, Sonstiges

Kopfteil: Persönliche Daten
  • Name
  • Anschrift
  • Kontaktdaten (Festnetz, Mobil, E-Mail)
  • Geburtsdatum und -ort (keine zwingende Angabe)
  • Ggf. Staatsangehörigkeit
  • Familienstand und Kinder müssen nicht angegeben werden
  • Religionszugehörigkeit wird nicht angegeben (ausgenommen kirchliche Arbeitgeber)
  • Eltern werden nicht angegeben (ausgenommen bei Schülern, wenn der Elternberuf eine Relevanz für die Bewerbung hat)
Hauptteil: Berufserfahrung, Schul- und Berufsausbildung, Praktika, Weiterbildung
  • Empfohlene Form für Zeitangaben: MM/JJ bzw. MM/JJJJ oder MM.JJ bzw. MM.JJJJ
  • Empfohlene Form für die jeweiligen Stationen:
    Tätigkeitsbezeichnung, Arbeitgeber mit Rechtsform, Ort
    -Tätigkeitsbeschreibung
    -Tätigkeitsbeschreibung
  • Beginnen Sie mit der zuletzt ausgeübten Station/Tätigkeit!
  • Letzte Tätigkeiten sind wichtiger – hier mehr Informationen!
  • Nicht zu viele Details! Schwerpunkte setzen, passend zum Stellenangebot!
  • Weiterbildungen, die Ihre Fähigkeiten und Kenntnisse vorangebracht haben. Aber: keine längst ‚verstaubten‘ Weiterbildungen von vor 10 oder mehr Jahren
  • Bei Bewerbern mit Berufserfahrung genügt die Angabe des höchsten allgemeinen Schulabschlusses!

Überlegen Sie zuerst, welche Stationen Ihres Lebensweges für Ihre Bewerbung eine Rolle spielen. Wählen Sie dann unter den Gesichtspunkten Lückenlosigkeit und Relevanz das aus, was Sie im Lebenslauf darstellen möchten. Das heißt, erst sammeln, dann auswählen. Für die Sammlung in den beiden Kästen einige Leitfragen:

Schulausbildung: Welche Schule besuchten Sie zuletzt? Name? Von wann bis wann? Welchen Abschluss/Abschlüsse haben Sie?

Ausbildung: Welche Ausbildung haben Sie? Firma? Bildungsträger? Welcher Abschluss (IHK, staatl. geprüft, etc.)? Welche Kenntnisse haben Sie erworben?

Studium: Wo haben Sie studiert? Wie lange? Studiengang? Fächer? Schwerpunkte? Haben Sie Projekte durchgeführt? Auslandssemester? Wo und mit welcher Absicht? Bachelor? Master? Abschlussarbeit? Welches Thema? Bewertung?

Praktika: Haben Sie Praktika gemacht? Wo? Wie lange? Welche Position Hilfskraft tätig? Aufgaben? Schwerpunkte? Welche Kenntnisse haben Sie dabei erworben? Erfolge?

Beruflichen Tätigkeiten: Bei welchen Firmen waren Sie tätig? Welche Stelle(n) hatten Sie inne? Aufgaben? Erfolge? Zuständigkeiten? Welchen Nutzen haben Sie Ihrem Unternehmen geboten? Welche Kenntnisse haben Sie erworben?

Weiterbildung: Zu welchen Themen? Von wann bis wann? Bildungsträger? Ort? Welche Kenntnisse haben Sie dabei erworben?

Schlussteil: Kenntnisse, Sonstiges
  • Führerscheine
  • Sprachkenntnisse
  • EDV-Kenntnisse
  • Ehrenamt
  • Publikationen
  • Hobbys (wenn interessant oder für die Stelle besonders relevant; bitte keine „Tipps“ aus der Bewerbungsliteratur wie „Kino, Theater, Lesen“ übernehmen)

Kenntnisse: Welche Sprachen sprechen Sie? Wie gut? Welche Computerprogramme beherrschen Sie? Wie gut? Handwerkliche Fähigkeiten?

Arbeitsproben oder Veröffentlichungen: Haben Sie Texte, Bilder, etc. veröffentlicht? Haben Sie ein Belegexemplar parat?

Mitgliedschaft in Organisationen: Seit wann sind Sie Mitglied bei ...? Wo sind Sie sozial, gesellschaftlich oder politisch aktiv? In welcher Funktion? Was ist Ihnen daran wichtig, was nicht? Ist die Aktivität bzw. Mitgliedschaft eher förder- oder hinderlich für Ihre Bewerbung?

Sonstiges: Sind oder waren Sie ehrenamtlich tätig? Gesellschaftliches Engagement? Welche Publikationen, Fachbücher oder Zeitschriften lesen Sie regelmäßig? 

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