Fehler im Anschreiben

Der größte Fehler im Anschreiben ist und bleibt, dass die meisten Bewerber viel zu allgemein schreiben. Häufig liegt dies daran, dass einfach Vorlagen und Textmuster kopiert werden. Diese Vorlagen müssen sehr allgemein gehalten werden, damit sie zu den meisten Lesern passen… und schon haben Sie den Bewerbungsfehler Nummer 1 begangen.

Häufige Fehler im Anschreiben

Massenabfertigung
Serienbriefe, Allgemeinsätze, kein Bezug zum Stellenangebot, altes Datum, kein persönlicher Adressat 

Schlamperei
Vertipper, Grammatikfehler, Flecken, Eselsohren, Firma falsch 

Überlänge
Umständliche Formulierungen, deutlich mehr als eine Seite, Tricksereien (z. B. Spaltenbreite extrem groß, Schriftgröße sehr klein, keine Absätze) 

Lahmer Einstieg
„…hiermit bewerbe ich mich als“ „…mit großem Interesse habe ich“ 

Phrasen dreschen
„Ich bin flexibel, teamfähig und kommunikationsstark.“ 

Abschreiben
Copy and paste, Vorlagen eins zu eins übernehmen

Übertreiben und Anbiedern
In Superlativen von sich schreiben, übertriebenes Lob („In meinen Augen sind sie das innovativste Unternehmen der Branche.“)

Lügen
Unwahre Behauptungen, nicht belegbare Aussagen

Nachbeten der Stellenausschreibung
Verwenden der gleichen Worte, Aufzählung der Anforderungen

Wiederholungen
„Ich bin lernfähig.“, „… kann mich schnell einarbeiten.“, „… gern bereit Neues zu lernen.“

Erklärwahn
Rechtfertigungen, Erklärung von Entscheidungen

Nacherzählen des Lebenslaufes
Aufzählung wie im Lebenslauf

Negativbeispiele

Die folgenden Sätze sind allesamt nahezu ohne Wert in einem Anschreiben. Für viele dürften die folgenden Beispiele überraschend sein, liest man sie doch häufig in der Bewerbungsliteratur. Die meisten der Sätze sind aber nur hohle Phrasen, Sätze ohne Aussagekraft, Sätze, die keine konkreten Informationen liefern. Oder was genau macht jemand, der im Anschreiben von sich behauptet: „Zurzeit befasse ich mich mit einem breiten Spektrum an personalbezogenen Themen“. Wir wissen es nicht! Sie? 

Diese Sätze nicht verwenden!

… mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gelesen. Da die von Ihnen beschrieben Tätigkeitsfelder vollständig mit meinen beruflichen Vorstellungen sowie meinen Fähigkeiten übereinstimmen, bewerbe ich mich hiermit bei Ihnen als Hausmeister.

Zu meinen persönlichen Stärken gehören eine selbständige Arbeitsweise sowie hohe Einsatzbereitschaft und Flexibilität. Meine kommunikativen Stärken und mein Einfühlungsvermögen machen es mir leicht, auf Menschen zuzugehen.

Leiter der Softwareabteilung in Ihrem Unternehmen zu sein und Marktchancen konsequent zu nutzen, halte ich für eine interessante und anspruchsvolle Aufgabe, um die ich mich hiermit gerne bewerbe.

Da mir die Arbeit im Vertrieb großen Spaß macht und ich hier meine Fähigkeiten richtig einsetzen kann, sehe ich in diesem Bereich meine berufliche Perspektive.

In Ihrer Annonce sehe ich die Herausforderung, meine bisher erworbenen Fähigkeiten sowie meine Leistungsbereitschaft sinnvoll einzusetzen.

Ich erledige selbstständig die Büroorganisation sowie alle anfallenden administrativen Aufgaben.

Mich begeistern das Wirkungsspektrum, das Entwicklungspotential sowie die konsequente globale Ausrichtung Ihres Unternehmens.

Die persönliche Kompetenz und flexible Einsatzbereitschaft, die diese Aufgabe erfordert, bin ich jeder Zeit bereit zu investieren.

Die in der Stellenanzeige benannten Anforderungen erfülle ich vollumfänglich.

Und noch etwas

Sie brauchen nie, wirklich niemals, beteuern, dass die Stelle so hervorragend zu Ihnen passt. Allein dadurch, dass Sie sich bewerben, zeigen Sie unmissverständlich, dass Sie glauben, eine geeignete Stelle gefunden zu haben. Ihre Aufgabe ist nun, dies zu belegen – durch Fakten, nicht Beteuerungen.

Wenn Sie aber Ihre Fakten im Lebenslauf und Anschreiben gut aufbereitet haben, warum sollten Sie nochmals auf die Passgenauigkeit hinweisen? Oder wollen Sie dem Personalprofi zu verstehen geben, dass Sie nicht glauben, dieser wäre in der Lage, Ihre Fakten mit den Erfordernissen der Stelle abzugleichen. Einen guten ersten Eindruck machen Sie so ganz bestimmt nicht.

Wie es besser geht zeigen wir Ihnen hier. 

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