Die Gefahr von Vorlagen

Eindringliche Warnung

Wer Muster, Anschreiben, Textbausteine, Vorlagen, etc. kopiert, zeigt fehlendes Engagement zur Eigenarbeit. Außerdem: jeder Personaler merkt das. Ein Arbeitgeber nimmt den Bewerber, der - neben der fachlichen Eignung - motiviert ist, also dafür „kämpft“, die Stelle zu erhalten. Kämpfen bedeutet in diesem Fall, dass Sie den Arbeitgeber von Ihrer Person überzeugen müssen - und überzeugen können Sie nur mit guten Argumenten, also auf die jeweilige Stelle exakt abgestimmte, nachvollziehbare und verständliche Belege Ihrer Eignung. Das heißt, Sie benötigen einen Plan und zwar zur Frage: Wie kann ich den Arbeitgeber überzeugen, mich einzustellen? Für jeden funktionierenden Plan brauchen Sie möglichst viele Informationen. Hier: Informationen über sich selbst (Kenntnisse, Erfahrungen, Eigenschaften) sowie über den Arbeitgeber und die Stelle. Vielleicht wird jetzt schon klar, warum das Abschreiben von Vorlagen nicht klappen kann: es gibt einfach zu viele Variablen. Die Muster werden meist nur so ungefähr zu Ihrer Situation und Bewerbung passen und man merkt: Sie haben den einfachen, arbeitssparenden Weg gewählt.

Ein Beispiel

Nehmen wir an, ein Arbeitgeber erhält, inkl. Ihrer, 50 Bewerbungen von Jobsuchenden mit ähnlichen beruflichen Kenntnissen. Sie selbst hatten etwas wenig Zeit, die Wäsche wartete auch noch und Sie hatten ja sowieso schon ein relativ passendes Anschreiben als Muster gespeichert – kurz: Ihre Bewerbung war höchstens Standardware. Selbst vorsichtig geschätzt können Sie davon ausgehen, dass mind. 10 Bewerber einen besseren Plan hatten als Sie (also ausgefeilte Unterlagen). Von den 10 werden vielleicht 5 eingeladen. Sie werden wohl nicht zu den Eingeladenen gehören!

Ja, sicher, es gibt Branchen, in denen die schriftlichen Unterlagen nicht so wichtig sind. Aber auch hier zählt der erste Eindruck und für den gibt es keine zweite Chance. Wenn Sie nun immer noch nicht überzeugt sind, nicht von Vorlagen abzuschreiben, dann bewerben Sie sich lieber persönlich und haben zumindest einen ordentlichen und aussagekräftigen Lebenslauf stets mit dabei.

Fazit:

Der Bewerbungsfehler Nummer 1 ist und bleibt Massenabfertigung. Sämtliche Befragungen von Arbeitgebern und Personalern bestätigen dies!

Vorlagen sollten nur und ausschließlich als Orientierungshilfe für die Eigenarbeit dienen!!!!

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