Arbeitgeber überzeugen

Was wollen Arbeitgeber

E dürfte keine Überraschung sein, dass sich jedes Unternehmen engagierte, teamfähige und fachlich versierte Mitarbeiter wünscht. Das ist unstrittig. Schwieriger ist schon die Frage, worauf Arbeitgeber Ihren Schwerpunkt legen. Was ist am wichtigsten: Persönlichkeit? Motivation? Fachkompetenz? Ja sicher, nun könnte man einwenden, diese Frage lasse sich nicht beantworten, da jeder Personaler andere Schwerpunkte setzt. Aber ist das wirklich so? Nein, es gibt Tendenzen. Dazu werfen wir einen Blick in einen Ratgeber für Personalabteilungen (www.unternehmercoach.com).

Zwei Kategorien

Dort werden deutlich zwei Kategorien von Arbeitnehmern unterschieden, nämlich 1. diejenigen, die einen Arbeitsplatz suchen und 2. diejenigen, die eine Aufgabe suchen. Dies hört sich zwar zunächst recht ähnlich an, der Unterschied wird aber dann deutlich, wenn wir die jeweilige Zielsetzung genauer betrachten.

Gruppe 1 (Ziel = Arbeitsplatz finden z. B. als Schreiner)
Mit dem unterschriebenen Arbeitsvertrag und überstandener Probezeit ist das Ziel erreicht. Wer am Ziel ist, dessen Aktivität lässt automatisch nach – außer man setzt sich neue Ziele.

Gruppe 2 (Ziel = Aufgabe finden z. B. alte Bauernschränke renovieren)
Erst mit dem unterschriebenen Arbeitsvertrag wurde man in die Lage versetzt, der Wunschaufgabe beruflich nachzugehen. Das heißt, nun kann die Aktivität endlich beginnen.

Abschließend folgt der Hinweis an alle Personalabteilungen, dass man sich bei der 2. Gruppe sicher sein könne, dass Mitarbeiter mit der richtigen Einstellung mögliche fachliche Mängel bald ausgleichen werden.

Konsequenzen für Bewerber

Die Frage, die für Sie nun interessant ist, ist: Wodurch schließen Unternehmen auf die Mitarbeiter mit der richtigen Einstellung, auf die Mitarbeiter, die eine Aufgabe suchen und damit auf die Mitarbeiter, die motiviert sind?

Unternehmen prüfen, ob der Bewerber:

  • genau weiß, was er will
  • genau weiß, was er kann
  • genau weiß, worauf es im Job ankommt
  • sich und seine Situation realistisch einschätzt
Wie entscheiden also Unternehmen? Ein Beispiel

Bewerber A

Kriterium

ungenügend

gut

sehr gut

Persönliche Eignung
(Charakter, Sympathie)

 

 

X

Motivation

 

X

 

Fachliche Eignung
(Ausbildung & Berufserfahrung)

 

 

X

Bewerber B

Kriterium

ungenügend

gut

sehr gut

Persönliche Eignung
(Charakter, Sympathie)

 

 

X

Motivation

 

 

X

Fachliche Eignung
(Ausbildung & Berufserfahrung)

 

X

 

 

Entscheidung

Die Auswahl der Kriterien des obigen Beispiels ist nicht willkürlich, sondern entspricht einem realen Fall - nämlich der standardisierten Bewerbereinschätzung im Auswahlprozess eines großen Berliner Veranstalters. Bewerber, die in einem Kriterium mit "nicht ausreichend" bewertet werden, haben im Normalfall keine Chance den Job zu ergattern. Doch wie sieht es bei Unterschieden, wie in obigem Beispiel?

Motivation wiegt stärker als die fachliche Eignung! Wer motiviert ist, lernt schnell. Bewerber B wird eingestellt.

 

Auf den Punkt gebracht

Persönlichkeit, Motivation und fachliche Eignung (Ausbildung & Berufserfahrung) müssen zumindest ausreichend sein.

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Motivation ist in der Regel wichtiger als Fachwissen.

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Motiviert ist der, der eine Aufgabe sucht.

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Der, der eine Aufgabe sucht, weiß genau, was er will und was er kann.

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Der, der genau weiß, was er will und kann, kann dem Arbeitgeber klar sagen, welchen Nutzen er dem Unternehmen bringt.

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Dem Arbeitgeber muss also durch meine Argumentation sofort klar werden, dass ich jemand bin, der eine Aufgabe sucht.

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Aus den Unterlagen, kann der Arbeitgeber nur darauf schließen.

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Er schließt darauf, wenn ich viel Arbeit investiere, also für jede Stelle präzise argumentiere und nicht Floskeln, Allgemeinsätze und Massenware verwende.

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